Der ultimative Spargel-Burger

Da die Spargelzeit sich jetzt schon leider wieder dem Ende nähert, war schnell klar unter welchem Motto mein #synchronburger laufen würde: Spargel in der Luxusversion.
Und jetzt lasst es euch auf der Zunge zergehen:  ein goldgelber, fluffiger Bun mit Haferflocken, knackiger Spargel, rauchiger Speck mit einem Hauch Zitrone, sanftes Eigelb, welches sich mit der cremigen Sauce Hollandaise vermischt und dazwischen ein saftiges Rindfleischpattie. Klingt das gut? Und es schmeckt noch besser!
Kurzum Es ist der ultimative Spargel-Burger!

Den Bun habe ich euch ja schon hier vorgestellt, jetzt folgen die weiteren Bestandteile für den Spargel-Burger! .

 

Spargel im Speckmantelspargel_im_speckmantel

3-4 Spargelstanden pro Burger
entsprechend viele Streifen Speck

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

Das untere Drittel vom Spargel mit dem Sparschäler schälen und mit einem guten Öl leicht einfetten. Den dünn geschnittenen Speck um den Spargel wickeln und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Backblech  geben. Vorsichtig salzen, mit Pfeffer bestreuen und die Schale eine BIO Zitrone darüber reiben.

Das Blech in den Ofen schieben und ca. 25 Minuten backen, den Spargel nach der Hälfte der Zeit wenden.  Anschließend auf einem Rost auskühlen lassen

Pochiertes Ei

1 Ei pro Burger, möglichst frisch

Wasser in einem recht großen Topf geben und simmern lassen, kurz vor dem Siedepunkt Essig ins Wasser geben und das Ei in eine Tasse aufschlagen. Das simmernde Wasser mit einem Löffel kräftig durchrühren, so dass ein kleiner Strudel entsteht. Das Ei nun aus der Tasse ins Wasser fließen lassen. Da ich mein Ei gerne flüssig mag, hole ich es nach ca. 2 Minuten mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser. Mein Mann hat mag es nicht so flüssig und so bleibt da für ihn bestimmte Ei 3,5 Minuten im Wasser.

Sauce Hollandaise

2 Eigelb, möglichst frisch
2 EL trockener Weißwein
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Zitronensaft
80g Butter

Wasser ein einem Topf erhitzen, dabei darauf achten, dass eine Metallschüssel auf die Öffnung passt, Butter nebenbei in einer Kasserolle erhitzen, dabei darauf achten dass sie nicht bräunt. Die Eigelb zusammen mit dem Weißwein, dem Zucker und einer Prise Salz in der Metallschüssel miteinander verkleppern. Nun auf das Wasserbad geben und immer schön mit dem Schneebesen die Masse aufschlagen, damit das Ei am Rand nicht stockt. Ist die Masse angedickt, mit einem Schneebesen die geschmolzene Butter einarbeiten. Diese dabei nur in einem dünnen Strahl abgießen.

Sobald sich alles verbunden hat, vom Herd nehmen und mit Pfeffer und Zitronensaft würzen und anschließend abschmecken.

Burger Patties für Puristen

500g bestes Hackfleisch (ergibt 4 große Burger)
Salz
Pfeffer

Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, vermengen und zu Patties formen. Diese in einer sehr heißen Grillpfanne mit einem Hauch von Öl von beiden Seiten ca. 2 Minuten anbraten. Anschließend noch 2-4 Minuten im vorgeheizten Ofen garen.

Bauplan für den ultimativen Spargel-Burger:

Spargel-BurgerDen Burger Bun mit einem Klecks Hollandaise bestreichen, das Pattie darauf geben und anschließend den Spargel drapieren. Das pochierte Ei auflegen und mit mehr Hollandaise übergießen und den Deckel aufsetzen.

Pflicht bei diesem Burger ist allerdings eine Serviette, denn er tropft. Aber wenn man die Zähne in diese Köstlichkeit versenkt, schert man sich nicht um verschmierte Mundwinkel.

Mitgemacht haben
Jankes Soulfood mit einem Rösti-Burger mit Fisch
Lecker macht Laune mit Karotten-Buns, cremiger Spinat-Creme, vereinigt ein einem Farm-Burger und Fächerkartoffeln
Cuisine Violette mit einem Pulled Chicken Burger
Kleiner Kuriositätenladen mit schwarzen Burger Buns und einem Krabben-Burger mit Erdbeer-Spargel Salsa
Naschen mit der Erdbeerqueen mit einem Linsen-Grünkern Burger mit Erdbeerchutney, Ziegenkäse und karamellisierten Zwiebeln
The Apricot Lady mit Mini Burger Buns und einem Kartoffel-Räucherfisch Burger
Volker mampft mit seinem asiatischen Hähnchenburger
Keks und Koriander hat einen Burger mit Rotkohlsalat und Erdbeerketchup
Alltagsheldin mit einem orientalisch angehauchtem Adana Burger

Lasst euch bei den anderen inspirieren und macht doch mit beim nächsten Synchron Event, der Synchronpizza!

gudde

Kartoffel-Hefeteig Buns

Es wurde wieder gemeinsam gewerkelt, denn die liebe Steph hatte zum #synchronburgern geladen und es wurde wieder fleißig fotografiert.  Wer mag, findet hier jede Menge tolle Ideen für leckere Burger.

Da die letzten Tage der Spargelsaison laufen, musste es einen Burger mit Spargel geben. Als Basis dafür, habe ich einen Kartoffel-Hefeteig Bun gemacht, welcher wunderbar fluffig war.

kartoffel_hefeteig_bun_vor_dem_gehen

#Synchronwas?

Seitungefähr einem Jahr findet auf Instagram regemäßig ein Synchron-Event statt, das erste Mal stieß ich beim #synchroneinkochen dazu und freue mich seitdem auf jedes neue Event. So lernt man tolle Blogs und Instagram-Accounts kennen und es macht auch noch jede Menge Spaß. Zusätzlich findet man bei solchen Aktionen immer wieder neue Inspirationen.

Wenn ich Buns mache, bereite ich direkt eine größere Menge Teig zu und friere die restlichen Buns ein, wie auch bei diesen Kartoffel-Hefeteig Buns. Für euch habe ich die Menge für eine eher handelsübliche Menge an Buns reduziert. Je nach Größe der Buns, ergibt diese Teigmenge ca. 7-8 Buns.

Kartoffel-Hefeteig Buns

In den letzten Jahren habe ich schon einige Bun-Varianten ausprobiert, aber diese Kartoffel-Hefeteig Buns haben sich eindeutig einen Platz auf dem Treppchen verdient.Kartoffel-Hefeteig Bun

Zutaten:
75g gekochte Kartoffeln
1 Ei
40g weiche Butter
½ Würfel Hefe
125ml warme Milch
40g Zucker
¼ TL Salz
340g Mehl

Topping:
Haferflocken
Milch oder ein verkleppertes Ei

Zubereitung:
Für die Kartoffel-Hefeteig Buns die Kartoffel als Pellkartoffeln kochen und abschrecken.
Während sie abkühlen, die Milch erwärmen bis sie lauwarm ist. Anschließend mit der Hefe und dem Zucker vermengen und 10-15 Minuten stehen lassen.
In der Zwischenzeit die  Butter und das Ei miteinander verkleppern und das Salz zum Mehl geben.
Alle Zutaten nun in eine Rührschüssel geben und ca. 5 Minuten mit dem Knethaken der Küchenmaschine vorbearbeiten. Anschließend den Teig aus der Schüssel nehmen und per Hand weiterkneten, bis er wunderbar elastisch ist. Sollte der Teig noch kleben, ein bisschen mehr Mehl dazugeben und kneten, bis er elastisch ist.
Anschließend in einer geölten Schüssel für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Nach der Gehzeit den Teig zu Burgerbuns wirken und auf einem Backblech weitere 30 Minuten gehen lassen. Die Buns mit einer verklepperten Ei oder Milch bestreichen und mit Haferflocken oder Sesam bestreuen und bei 180° ca. 10-15 Minuten backen. Anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen.

Kartoffel-Hefeteig Bun

Weitere Rezept findet ihr bei:

 

gudde

 

Daniel Rebert – Wissembourg

Rebert Außenansicht Daniel Rebert WissembourgSchon als Kind war ich ein Grenzgänger, denn die Kleinstadt in der ich aufgewachsen bin, hatte tatsächlich einen großen Vorteil: Man hatte es nicht weit nach Holland und auch Tagesausflüge ans Meer, vorwiegend nach Domburg oder Westkapelle, waren kein Problem. Nach einem kurzen Jahr in Darmstadt, verschlug es mich und meinen Mann wegen eines Jobangebots in die Pfalz. Und auch hier ist die Landesgrenze nicht Wissembourg Daniel Rebert weit, denn man braucht ca. 40 Minuten bis man im schönen Elsass ist. Die Nähe läd zu Tagesausflügen ein, selbst Straßburg ist von hier aus wunderbar und stressfrei zu erreichen und hinterlässt einen Kurzurlaubeffekt.
Besonders gerne fahren wir nach Wissembourg, denn das Städtchen direkt hinter dem deutschen Weintor birgt einen ganz besonderen Schatz: Die Pâtisserie von Daniel Rebert.

Frankreich und ich

Seit ich als Teenager, aufgrund familärer Beziehungen, meine Sommer in Südfrankreich Mille Feuille Daniel Rebert Wissembourgverbracht habe, bin ich französischen Pâtisserien absolut verfallen. Die raffinierten Konsistenzen, die vielfältigen Geschmacksrichtungen und natürlich das hübsche Äußere, machen die kleinen Gebäckstücke so interessant.
Vor einigen Jahren stießen wir, während eines Spaziergangs durch Wissembourg, das erste Mal auf die wunderbare Auslage von Monsieur Rebert und ich musste Baba au Rhum Daniel Rebert Wissembourgnatürlich unbedingt reingehen. Direkt der erste Bissen in eine Variation der Tarte auf Citron, versetzte mich zurück in die glühend heißen Sommer rund um Agde, sich im Wind wiegende Zypressen und die kleine Flaniermeile unter wunderbaren Kastanienbäumen.

Daniel Rebert

Himbeer Eclair Daniel Rebert WissembourgDaniel Rebert, ein ehemaliger Schüler von Gaston Lenôtre, ist nämlich nicht nur ein einfaches Café sondern gehört der Vereinigung Relais Desserts an, welche nur die besten Pâtissiers aufnimmt.
Neben phantasievollen Kleinigkeiten aus samtiger Schokoladen-Mousse, opulent beladenen Himbeer-Törtchen, bunten Macarons, sowie anderen leckeren Kreationen, warten hinter der schweren Holztür auch wunderbare Pralinen, gefertigt aus Valrhona Rebert Take Away Daniel Rebert WissembourgSchokolade.
Auch für den herzhaften Geschmack ist gesorgt, denn es gibt auch herzhafte Macarons, Quiches und weitere Kleinigkeiten.
Wer also im Elsass unterwegs ist, sollte unbedingt nach Wissembourg fahren und das Städtchen erkunden. Und natürlichMacarons Daniel Rebert Wissembourg Monsieur Rebert einen Besuch abstatten und sich verzaubern lassen.
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Rebert
7 Place du Marché aux Choux
67160 Wissembourg
Frankreich

http://patisserie-rebert.fr

 

 

 

 

 

 

 

Weingut Ohler 2015er CS Rosé

 

deckeln_jfo_weingut_ohlerNachdem ich das erste Mal in meinem Leben auf einen Wein gewartet habe, wie sonst nur als Kind auf Weihnachten, ist es Zeit für eine erste Weinbeschreibung hier auf dem Blog: CS Rosé vom Weingut Ohler.

Wein spielte in meinem Leben keine große Rolle, da ich nie zu übermäßigem oder auch nur regelmäßigem Alkoholkonsum neigte. Meine Heimatstadt verfügte über einen großen „Extra“- Supermarkt und dies war, wenn ich mich recht erinnere, der einzige Ort an dem man Wein kaufen konnte. Als Kind lag mein Interesse sowieso eher auf der Spielzeugabteilung.
Als junge Erwachsene fand ich Gefallen an Sekt, aber nicht an irgendeinem Sekt. An süffig-süßem Erdbeersekt, den ich heute nicht mal mehr angucken würde. Ich kam mir sehr erwachsen vor, wenn ich in der Badewanne lag, die Musik von „Das Phantom der Oper“ aus den Lautsprechern dröhnte, meine Stimme von den Fliesen widerhalte und ich ein Glas eiskalten Erdbeersekt in der Hand hielt. Ich würde es Jugendsünde nennen.

Wein und ich

In meiner Heimat sind Rosenmontag und Veilchendienstag regelrechte Feiertage, an denen die Geschäfte geschlossen sind und der Ausnahmezustand herrscht. Froh dem jecken Treiben, dem ich nie etwas abgewinnen konnte, entkommen zu sein führte mich da Leben an die Weinstraße. Eine berufliche Offerte und eine traumhaft schöne Landschaft, sorgten dafür dass mein damaliger Lebensgefährte und heutiger Ehemann, uns hier niederließen.
Der erste Besuch auf dem Wurstmarkt in Bad Dürkheim, ca. 10 Monate nach unserem Umzug, war ein kleiner Schock. Ja, wir wohnten an der Weinstraße, aber trotzdem war Wein eher selten bei uns zu finden und wenn, dann eher zum Kochen. Gemeinsam mit Kollegen ging es auf den Wurstmarkt und es wurden Wein und Bier (ja, auch das gibt es hier) bestellt und getrunken. Wir hatten vielleicht 13Uhr, also bestellte ich an einem der Schubkarchstände eine Traubensaftschorle und bekam vom Wirt um die Ohren gepfeffert, ob ich heute meinen „Gesunden“ hätte.
In den folgenden Jahren trank man immer mal wieder ein Glas, besuchte die ersten Weinproben und knüpfte die ersten zarten Bande zu einigen Winzern. Und zusammen mit der ständig wachsenden Liebe zu meiner neuen Heimat, wuchs auch mein Interesse an Wein.
Letztes Jahr an Weihnachten waren wir in der Zwockelsbrück essen und zu meiner Vorspeise, einem fantastischen Onsenei mit Pilzen und Petersilie, empfahl man mir den 2014er CS Rosé vom Weingut Ohler aus Gimmeldingen und es war ein Genuss! Leider war der 2014er Jahrgang schon abverkauft und so musste ich warten, bis endlich der 2015er Jahrgang abgefüllt wurde. Und wie viele andere war ich sehr gespannt welche Aromen, nach dem letzten unfassbar heißen und trockenen Sommer, auf uns warten würde.

 

Weingut Ohler in Gimmeldingen

Das Weingut Ohler liegt am hinteren Ende von Gimmeldingen, nur ein paar Schritte vom Eingang entfernt, eröffnet sich einem ein wunderbarer Blick über Rebenmeere und den Mandellehrpfad, der nach Königsbach führt.
Das Warten auf weingut_ohler_cs_rose_labelden 2015er Jahrgang hat sich gelohnt denn der CS Rosé hat ein wunderbar fruchtiges Aroma von roten Früchten mit einer feinen Säure, welche an Himbeer oder Cassis erinnern, aber nicht zu dominant ist. Die Farbe ist ein intensives Rosé mit einem Hauch von Aprikot.
Ich habe ihn zum klassischen Spargel gegessen und er harmonierte wunderbar mit dem schwefeligen Gemüse, den neuen Kartoffeln und der gehaltvollen Hollandaise. Auch zum Grillen wurde er getrunken, hier trat die Säure deutlich stärker zu Tage.farbe_cs_rose_weingut_ohler

Dass man Wein nicht nur trinken kann, ist allgemein bekannt, aber das Armoma dieses Weins hat mich dazu gebracht damit einen Nachtisch zu zaubern, aber dazu bald mehr.

Inhalt: 0,75l
Preis: 8,50€
Erwerben kann man dieses Wein auf dem Weingut direkt oder im hauseigenen Online-Shop, andere Bezugsquellen sind mir aktuell nicht nicht bekannt, aber ein Besuch in der Pfalz lohnt sich sowieso.

Dies ist mein erster Weinbericht, also seid gnädig zu mir. Ich hatte übrigens keine Ahnung, wie schwer es ist, die Farbe von Wein auf einem Foto einzufangen.

 

 

Chipotle en Adobo

Die mexikanische Küche gehört zu meinen liebsten Küchen, wenn sie nicht sogar meine Liebste ist. Die Farben, die Aromen, die tollen Saucen und die Gewürze versetzen mich beim Kochen ins Urlaubsfeeling. Wichtiger Bestandteil eben dieser Küche voller Feuer, sind Chipotle en Adobo
Auch wenn ich Tex-Mex Essen heiß und innnig liebe, ist der Unterschied zur authentischen mexikanischen Küche enorm, was daran liegen mag, dass die Saucen aus vielen Zutaten bestehen und oft lange vor sich hin schmurgeln und damit nicht weiter vom klassischen Fast Food entfernt sein könnten.
chipotle_en_adobo
Chilis in den unterschiedlichsten Farben und Schärfegraden gehören seit Jahren zu meiner Grundausstattung in der Küche und wenn ich meine letzten Anchos oder Chipotle benutze, ist meist schon wieder Nachschub auf dem Weg zu mir.

Chili ist nicht gleich Chili

So vielfältig die mexikanische Landschaft ist, so vielfältig sind auch die verwendete Chilischoten.
– die berühmt berüchtigte Habanero, mit die schärfste Chili auf der Scoville-Skala, wobei ich diese nach Möglichkeit durch Scotch Bonnet Chili ersetze, da sie feine Aprikosennuancen hat
– die klassische und mitunter recht langweilige Jalapeno, welche erst als Chipotle (geräuchtert) geschmacklich interessant wird und leichte Raucharomen aufweist
– die kleinen, gemeinen Birds Eye die einem im wahrsten Sinne den Atem rauben, wenn man sie „en adobo“ kocht
– Anchos, mit ihrem süßen, erdigen Schokoladenaroma, welche sich perfekt für Schmorgerichte eignen
Es gibt noch unzählige Sorten mehr, aber ähnlich wie Scotch Bonnets, bekommt man sie in diesen Breitengeraden eher unregelmäßig.
Aber es ist wirklich erstaunlich, welche facettenreichen Geschmäcker Chilis haben können. Es ist wie mit Wein, man muss sich ein bisschen mit ihnen befassen.

Es geht nicht ohne Chipotle en Adobo

Chipotle en Adobo sind eine elementare Zutat in der mexikanischen Küche und eigentlich auch schnell gemacht, allerdings empfehle ich diese Sauce draußen auf einer Induktionsplatte zu zubereiten oder das Küchenfenster sehr weit aufzumachen, denn während der Kochzeit, ist die Küche nichts für Menschen mit empfindlichen Atemwegen. chipotle_en_adobo_2Nicht nur die Chilis, auch der köchelnde Essig, können einem tatsächlich kurz den Atem rauben.
Ich habe in diesem Rezept Kokosblütenzucker verwendet, da ich die Karamellnoten dieses „Zuckers“ mag, es geht aber auch mit jedem anderen Zucker. Meine Oma hat mal gesagt, dass in jedes Tomatengericht eine Prise Zucker gehöre, damit der fruchtige Geschmack von Tomaten unterstrichen wird. Und so handhabe ich es seitdem auch. In diesem Rezept ist ein bisschen mehr als eine Prise, aber immerhin bekommt man auch mehr als eine Portion raus.

Was man mit Chipotle en Adobo so alles anstellen kann, dass verrate ich euch im nächsten Post.

Zutaten:
200g getrocknete Chipotle
1 große Gemüsezwiebel
1 ganze Knoblauchknolle, Zehen ausgelöst und geschält
1,5 TL getrockneter Oregano
2 TL getrockneter Thymian
2 Lorbeerblätter
1,5 TL Kreuzkümmel
4 EL Öl
350 ml Kräuteressig oder guten Weißweinessig
50ml Rotweinessig
4 EL Tomatenmark
50g Kokosblütenzucker
2 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zu Beginn die Chipotle in kaltes Wasser legen und ca. 20 Minuten einweichen lassen, anschließens abgießen. Da die dickfleischigen Jalapenos nicht so leicht zerfallen, muss man den Stilansatz nach dem Einweichen mit einer Schere und einem scharfen Messer entfernen. So kann die Masse besser einziehen und die Chipotle wird butterweich.
Anschließend wieder in kaltes Wasser geben und alles zusammen für 30-40 Minuten kochen. Fenster unbedingt öffnen!
Zwiebel, Knoblauchzehen, Lorbeer, Thymian, Oregano, sowie die Gewürze zusammen mit 2-3 EL der weichgekochten Chipotle in einen Mixer geben und zu einer glatten Paste mixen.
Anschließend das Öl in einem möglichst tiefen und schweren Topf erhitzen und die Paste für ein paar Minuten anschwitzen, dabei gut umrühren. Das Tomatenmark dazu geben und auch kurz anschwitzen, anschließend mit den beiden Essigsorten ablöschen. Alles aufkochen lassen und den Kokosblütenzucker und die restlichen Chilis dazu geben, nun alles für 15-20 Minuten köcheln lassen. Wer mag, kann die heiße Masse nun in sterilisierte Gläser geben. Ich selber püriere alles nochmal kurz durch, lasse es nochmal ganz kurz aufkochen und gebe es dann erst in die sterilisierten Gläser. So kann ich es besser dosieren.
Man kann es anschließend noch einkochen um es länger haltbar zu machen, aber bei mir lohnt sich der Mehraufwand bei dieser Menge nicht, da ich sie viel zu schnell verbrauche.

Die Grundidee dieses Rezepts stammt von der hinreißenden Thomasina Miers, hat aber die eine oder andere Weiterentwicklung erfahren.

gudde

 

 

 

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